Gerade einmal zwei Monate ist es her, als sich der VfL Herrenberg und der TTV Gärtringen in der Verbandsliga zum fälligen Gäuderby trafen. Das bessere Ende verbuchte damals der VfL mit 9:6 für sich. Nun kommt es in Gärtringen (Samstag, 18 Uhr, Peter-Rosegger-Halle) zur Wiederauflage unter nahezu identischen Voraussetzungen.
Zum einen hat sich im Kader der beiden Mannschaften zur Rückrunde nichts geändert. Ein Fragezeichen steht beim VfL lediglich hinter dem Einsatz von Finn Hiemann, der auf Grund von möglichen beruflichen Verpflichtungen durch Martin Blume ersetzt werden könnte. Während paarkreuzübergreifend beim VfL Herrenberg alles beim Alten blieb, nahm der TTV Gärtringen zur zweiten Saisonhälfte einen Wechsel vor: Neuzugang Michael Kocheisen löste absprachegemäß den in der Hinrunde keineswegs enttäuschenden Tim Holzapfel an der Spitzenposition ab.
Dass im Derby am Ende Nuancen über den sportlichen Erfolg entscheiden werden, ist den Protagonisten klar. „Natürlich wird das wieder eine enge Kiste“, meint Herrenbergs langjähriger Kapitän Max Hering, der sich noch gut an die zahlreichen Fünfsatzpartien im Hinspiel erinnert. Sechs Mal ging es damals über die lange Spieldistanz, ein überragender Domenico Sanfilippo und Finn Hiemann machten in der Schlussphase in zwei Fünfsatzkrimis den Herrenberger Gesamterfolg perfekt.
Beim VfL setzt man sich – wie an jedem Spieltag, an dem Topspieler Alexander Frank mitwirkt – zum Ziel, in den ersten Topeinzeln eine gute Basis für den weiteren Spielverlauf zu schaffen. „Wenn wir in den Anfangsdoppeln und in den ersten beiden Einzeln vorlegen, spielt es sich für den Rest unserer Mannschaft grundsätzlich leichter“, weiß Max Hering. Diesbezüglich wollen die Gärtringer dagegenhalten, die bislang auf eine äußerst positive Doppelbilanz zurückblicken (19:12 Spiele) und im Hinspiel durch Justin Kühne (gegen Max Hering) für einen „big point“ sorgten. „Wir wollen vor heimischer Kulisse auf jeden Fall nicht punktlos aus dem Match gehen, für einen Sieg muss aber schon alles passen“, sagt TTV-Teamkapitän Tim Holzapfel.
Die beiden Gäurivalen befinden sich mit jeweils 15:5 Punkten in der Verbandsliga in aussichtsreicher Position, wenngleich man in beiden Lagern nicht glaubt, noch ins Titelrennen eingreifen zu können. „Ich denke, der SSV Ulm ist hier der klare Favorit“, sagt Max Hering. Klar ist aber auch: Nur der Gewinner des Gäuderbys dürfte in den kommenden Wochen noch in der Lage sein, die Topteams aus Ulm und Ergenzingen zu ärgern.
Am Sonntag bestreitet der TTV Gärtringen sein vorletztes Heimspiel der Saison (10 Uhr, Peter-Rosegger-Halle). Auch wenn am Vorabend einige Körner liegengelassen werden, so sollte der spielstarke Aufsteiger in der Lage sein, gegen das sieglose Schlusslicht vom TTC Ottenbronn die Punkte einzubehalten.
Ebenfalls im Fokus ist aus Gärtringer Sicht der Auftritt der zweiten Mannschaft bei der SpVgg Weil der Stadt II (Samstag, 17:30 Uhr, Sporthalle Kepler-Gymnasium), immerhin trifft dort der Tabellenzweite auf den Dritten. Im extrem ausgeglichenen Teilnehmerfeld jagt bekanntlich jede Woche ein Topspiel das andere. Sollten die Gärtringer auch diese hohe Auswärtshürde überstehen, hätte man bis auf Weiteres gute Karten im Kampf um die vorderen Plätze in der Landesklasse.
Am Faschingswochenende spielen:
Samstag, 14. Februar
Jungen 19 Bezirksliga
14 Uhr VfL Herrenberg II - TTV Gärtringen II
Männer Verbandsliga
18 Uhr TTV Gärtringen I – VfL Herrenberg I
Männer Landesklasse
17:30 Uhr SpVgg Weil der Stadt II – TTV Gärtringen II
Männer Kreisliga A Süd
18 Uhr SV Rohrau II - TTV Gärtringen IV
Männer Kreisliga B Süd
18 Uhr TTV Gärtringen V – VfL Herrenberg IV
Sonntag, 15. Februar
Männer Verbandsliga
10 Uhr TTV Gärtringen I – TTC Ottenbronn I
Die allgemeine Grippewelle machte auch vor der Verbandsliga-Partie des TTV Gärtringen gegen den SSV Reutlingen nicht Halt. Mit Justin Kühne und Jonas Jehle fehlte auf beiden Seiten die etatmäßige Nummer zwei, die Gäste mussten zudem auf Tobias Nagel verzichten. Mit der Situation vermochten die Gärtringer dann am besten umzugehen, zum Rückrundenauftakt gelang dem TTV mit 9:3 die Wiederholung des Vorrundenresultats. Wodurch sich der spielstarke Aufsteiger auf Rang vier in der Verbandsliga-Tabelle vorarbeiten konnte.
Michael Kocheisen feierte einen gelungenen Einstand am Spitzenpaarkreuz der Verbandsliga. (Foto: © Volker Arnold)