Nichts wurde es bei den Tischtennisfrauen des TTV Gärtringen mit dem Sprung auf Rang zwei in der Verbandsliga, im vorletzten Saisonspiel musste man sich knapp mit 5:8 geschlagen geben. Knapp deshalb, da das letzte Einzel bereits gewonnen war, aber nicht mehr in die Wertung kam. Für die Gärtringerinnen war dies genauso die letzte Begegnung mit den altbekannten Spielerinnen aus Schwenningen wie für die Verbandsliga-Männer gegen Rottenburg (9:3). In beiden Fällen trennen sich durch die umzusetzende Bezirksreform zukünftig die Wege mit den Kontrahenten aus dem Bezirk Alb.
Michael Kocheisen trumpfte gegen Rottenburg mit zwei Siegen am Spitzenpaarkreuz und einem Sieg im Doppel (mit Ann-Katrin Ziegler) auf. (Foto: © Volker Arnold)
Nur mit einem Erfolg über die TG Schwenningen wäre den TTV-Frauen der Sprung auf Rang zwei gelungen. Der stand allerdings auf Grund des Spielverlaufs nicht im Raum, allenfalls ein 7:7-Remis wäre im Bereich des Möglichen gewesen. Bis zum Stand von 4:4 gelang es keinem der beiden Teams, sich in irgendeiner Weise abzusetzen, dann erspielten sich die Gäste am hinteren Paarkreuz allerdings einen ersten Vorteil, als sowohl Christiane Lay wie auch Sandra Jörke ihre Partien abgeben mussten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte für den TTV, der auf Sandra Koberstein verzichten musste, unter anderem das erneut selbstbewusst auftretende Doppel Sylke Gärtner/Sandra Jörke gewonnen. Im vierten Durchgang wandelten die beiden einen 2:9-Rückstand in einen 12:10-Matchgewinn um. In den Einzeln punkteten dann noch Anka Mutke, Sylke Gärtner und Sandra Jörke. In der Schlussphase fehlte in Sylke Gärtners drittem Einzel gegen die routinierte Amanda Vogt nicht viel, doch das 9:11 im Entscheidungssatz besiegelte die 5:8-Niederlage. In der letzten Partie der Saison trifft der TTV am 11. April auf Spitzenreiter TSV Betzingen, der dann zumindest noch einen Zähler benötigt, um den Aufstieg in die Verbandsoberliga festzumachen.
Nach dem 9:3 der Verbandsliga-Männer beim TV Rottenburg war man sich allenthalben einig, dass der Gärtringer Sieg zu hoch ausfiel. „Wir haben in der Tat einige knappe Spiele an uns gerissen, waren aber von Anfang an auch die spielbestimmende Mannschaft“, analysierte Kapitän Tim Holzapfel. In den Doppeln zeichnete sich zu Beginn schnell ab, dass die Partie zu Gunsten der Gärtringer laufen könnte. Das Spitzenduo Justin Kühne/Jens Seidel fuhr genauso einen Zähler ein wie – etwas überraschend – Michael Kocheisen und Ann-Katrin Ziegler, die in vier Sätzen über das Rottenburger Topdoppel Thomas Krammer/Markus Leske die Oberhand behielten. Als dann auch noch Tim Holzapfel und Tomislav Konjuh gegen Peter Fischer/Claudius Weidenbach erfolgreich zwei Matchbälle abwehrten (11:4, 9:11, 6:11, 11:6, 15:13), kam der TTV so richtig ins Rollen. Überhaupt kann sich die bisherige Saisonbilanz der Gärtringer im Doppel mit 33:17 Spielen durchaus sehen lassen. Im Anschluss versetzte Justin Kühne mit einem 13:11 im entscheidenden fünften Durchgang über Thomas Krammer dem Gegner gleich den nächsten Nadelstich, später musste der Rottenburger Topspieler auch noch Michael Kocheisen in einer ähnlich engen Partie gratulieren, so dass Krammer erstmals in dieser Saison an einem Abend beide Einzel verlor. „Die Fünfsatzspiele, die letzte Woche gegen Ergenzingen oftmals rausgingen, konnten wir diesmal nach Hause bringen“, meinte Tim Holzapfel im Nachgang. Erst beim Stand von 6:0 ließ der TTV locker, Ann-Katrin Ziegler, Michael Kocheisen und Tim Holzapfel sorgten mit weiteren Erfolgen für den 9:3-Auswärtssieg. Da der TTC Ergenzingen gegen Spitzenreiter SSV Ulm mit 5:9 den Kürzeren zog, haben es die Gärtringer im Kampf um die Vizemeisterschaft wieder selbst in der Hand. „Was natürlich alles andere als einfach ist“, meinte Tim Holzapfel, „nicht nur, weil wir auch noch gegen Ulm ranmüssen, sondern weil uns in Calmbach eine weitere schwierige Auswärtsaufgabe bevorsteht.“
Nicht mehr als ein Pflichtsieg war das 9:2 der Gärtringer Landesklasse-Männer gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Unterreichenbach-Dennjächt. Da dieses auch auf Spitzenspieler Patrick Christiansen verzichten musste, geriet der Gärtringer Erfolg nie in Gefahr. Drei Partien waren dennoch umkämpft: Gerd Jäger musste knapp mit 9:11 im Entscheidungssatz gegen Materialspieler Markus Treiber passen, dafür hatte Damir Stefanac in seinen beiden Fünfsatzeinzeln gegen Benjamin Klaus und Markus Treiber mehr Fortune. Souveräne Erfolge fuhren Simon Gotsch und sein Cousin Timo Gotsch am mittleren Paarkreuz ein, auch Teamkapitän Ullrich Gotsch hielt sich schadlos. „Mit dem 9:2 taten wir auch etwas fürs Spielverhältnis, das kann theoretisch am Ende auch noch eine Rolle spielen“, meinte Ullrich Gotsch. In der verrückten Landesklasse ist in diesem Jahr weiterhin alles drin: Drei Spieltage vor Saisonende kann der TTV noch Meister werden – aber auch noch absteigen.
Die Gärtringer Fünfte behielt im Ortsderby gegen den SV Rohrau III (Kreisliga B) mit 9:4 die Oberhand. Karl-Heinz Ardelt und Patrick Gotsch stellten ein durchschlagskräftiges vorderes Paarkreuz (vier Punkte), außerdem gewannen Michael Gross, Andreas Ott und Patrick Fritz je ein Einzel.