Ergebnisse Relegation 30. April 2016:
Relegation zur Oberliga Damen

TTV Weinheim-West – TTC Singen 8:5
TTV Gärtringen – TTV Weinheim-West 6:8
TTC Singen – TTV Gärtringen 5:8

Verbandsliga/Verbandsklasse Relegation Damen
TTV Gärtringen II – DJK Sportbund Stuttgart II 6:8
TTV Gärtringen II – TSG Steinheim/Murr 8:1
DJK Sportbund Stuttgart II – TSG Steinheim/Murr 7:7

Spannung pur, gut besuchte Hallen und viel Emotionen: Die Relegationsspiele auf Verbands- und Bezirksebene hatten es auch in diesem Jahr wieder in sich. Bei den Frauen stand aus Bezirkssicht der TTV Gärtringen im Mittelpunkt, der gleich mit zwei Mannschaften um den Aufstieg in die nächsthöhere Liga kämpfte und sich in teilweise dramatischen Partien gut verkaufte. In Sachen Aufstieg gilt hier noch das Prinzip Hoffnung, vor allem bei den Frauen II (Foto).

Noch Hoffnung auf die Verbandsliga: Britta Koch, Andrea Bamann, Jennifer Gakstatter, Dorothea Ziegler

Waren es im letzten Jahr die Männer des TTV Gärtringen, die in die Saisonverlängerung gehen mussten, standen diesmal die Frauen im Fokus. Verbandsliga-Vizemeister TTV Gärtringen I traf in Weinheim gleich auf den Gastgeber, der mit seinen Spitzenspielerinnen Muriel Broschard und Carolin Reisig unbedingt den Platz in der Oberliga verteidigen wollte. Dem TTV war zu Beginn eine leichte Verunsicherung anzumerken, nach Niederlagen von Andrea Schödel gegen eine enorm schnell spielende Carolin Reisig und von Katja Stierle lag man mit 1:3 im Hintertreffen. Zudem fand Heike Seyboth in ihrer ersten Partie gegen Anne Reisig nicht mehr ihren Rhythmus, nachdem die gegnerische Schiedsrichterin ihre Aufschläge monierte. Doch die Gärtringerinnen fanden ins Spiel zurück, als erst Silvia Kuhnle-Hartmann und dann auch Andrea Schödel und Katja Stierle gegen die Weinheimer Topspielerinnen punkteten. Zudem hatte Silvia Kuhnle-Hartmann gegen Anne Reisig bei einer 1:0-Satzführung und beim Stand von 9:4 im zweiten Durchgang alle Vorteile auf ihrer Seite, doch das Einzel ging noch genauso weg wie das zweite Einzel von Heike Seyboth am hinteren Paarkreuz. Erneut Andrea Schödel und Katja Stierle hielten die Partie zwar noch eine Zeitlang offen, doch am Ende unterlag man mit 6:8. Lediglich ein Punktgewinn an den hinteren Positionen war letztendlich zu wenig, um gegen den Oberliga-Achten bestehen zu können. Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Schödel – C. Reisig 5:11, 9:11, 3:11; Stierle – Broschard 11:9, 8:11, 9:11, 5:11; Schödel – Broschard 11:9, 5:11, 11:4, 11:7; Stierle – C. Reisig 11:7, 11:8, 6:11, 11:6.

Im zweiten Spiel des Tages gegen das junge Team des TTC Singen legte der TTV einen unglücklichen Start hin, nach den Doppeln lag man mit 0:2 im Hintertreffen. Dennoch bestanden im weiteren Verlauf Chancen, das Ruder noch herum zu reissen, zumal Andrea Schödel, Heike Seyboth und Silvia Kuhnle-Hartmann recht schnell für den 3:3-Ausgleich sorgten. Im zweiten Einzeldurchgang punktete jedoch nur Silvia Kuhnle-Hartmann, so dass der Vizemeister der Badenliga vorentscheidend nach vorne preschte – und am Ende mit 8:5 die Oberhand behielt. Bitter für den TTV, der kurz vor dem 7:7 stand: Katja Stierle hatte ihr Einzel bereits gewonnen, doch es kam nicht mehr in die Wertung. Ein Remis hätte immerhin den zweiten Platz in der Relegation gebracht, so musste man nach zwei Niederlagen den beiden anderen Teams den Vortritt lassen. Katja Stierle war nach dem anstrengenden Doppelspieltag bedient: „Mit der heutigen Leistung haben wir den Aufstieg in die Oberliga auch nicht verdient, so haben wir da oben nichts verloren.“

In Stuttgart fand zeitgleich die Relegation zur Frauen-Verbandsliga statt. Der bisherige Verbandsligist TSG Steinheim/Murr musste sich dabei den Angriffen der beiden Verbandsklasse-Vizemeister TTV Gärtringen II und DJK Sportbund Stuttgart II erwehren, die in der ersten Partie direkt aufeinandertrafen. Mit der Ex-Augsburgerin Anja Eichner hatten die Spielerinnen aus der Landeshauptstadt ein Trumpf-Ass im Ärmel. Viel hätte der Gärtringer Zweiten nicht zum 7:7-Remis gefehlt, doch im letzten Einzel musste Dorothea Ziegler nach einer 2:1-Satzführung gegen Simone Wenninger noch passen. Für die Gärtringer Punkte beim 6:8 sorgten Andrea Bamann (2), Jennifer Gakstatter (2), Britta Koch und das Doppel Bamann/Gakstatter. Nach einer nur halbstündigen Pause ging es in die zweite Partie gegen den Noch-Verbandsligisten TSG Steinheim/Murr. Ungeachtet des Negativerlebnisses zuvor spielten die Gärtringerinnen wie aus einem Guss. Sowohl Jennifer Gakstatter als auch Andrea Bamann gelang es, die ehemalige rumänische Nationalspielerin Maria Clauss in die Knie zu zwingen. Britta Koch: „Eigentlich waren wir nach dem ersten Spiel schon stehend k.o., aber trotz der kurzen Pause haben wir gegen Steinheim richtig gut gespielt und den Gegner auf dem falschen Fuß erwischt.“ Nach knapp zwei Stunden stand der in der Höhe unerwartete 8:1-Erfolg fest, der  Rang zwei in dieser Aufstiegsrunde festmachte.

Nach den Relegationspartien liefen in der Tischtennisszene die Telefondrähte heiß. Obwohl erst Mitte Juni die Mannschaftsmeldungen getätigt werden müssen, scheint es für die Gärtringer Teams einen Hoffnungsschimmer am Horizont zu geben. Bedingt durch diverse Rückzüge in den oberen Ligen, begonnen bei der Bundesliga, ist damit zu rechnen, dass einige Mannschaften im Nachrückverfahren noch den Sprung in die obere Liga realisieren können. Den Gärtringer Frauen II werden dabei sehr gute Chancen eingeräumt, doch noch auf den Verbandsliga-Zug aufspringen zu können. Und sogar in der Oberliga könnte für die TTV-Erste – obwohl nur Dritter in der Relegation – noch ein Platz frei werden. Hierbei ist allerdings das letzte Wort noch nicht gesprochen und man muss die Klasseneinteilung in den jeweiligen Verbänden abwarten.

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