Im Verbandsliga-Spitzenspiel bekommt es das Gärtringer Frauenteam am Samstag mit dem ungeschlagenen Tabellenführer TSV Oberboihingen zu tun. Mit einem unbeschwerten Auftritt wollen die TTV-Frauen möglichst lange dagegenhalten. Ein ähnliches Ziel verfolgen die Verbandsklasse-Männer, die vermutlich nur dann gegen den SC Staig II punkten können, wenn der Gegner nicht in Bestbesetzung kommt.

Im Grunde genommen könnte die Ausgangslage für die erste Frauen-Mannschaft des TTV Gärtringen am Samstag besser nicht sein. Der Aufsteiger hat sich mit überzeugenden Partien in der höchsten Spielklasse des Tischtennisverbands etabliert, bei lediglich einer Niederlage aus den bisherigen sieben Spielen mischen Andrea Schödel, Katja Stierle, Heike Seyboth, Silvia Kuhnle-Hartmann und Sandra Koberstein aktuell ganz oben mit. „Auch wenn die Saison bislang optimal verlief und wir nur einen Zähler Rückstand auf die Tabellenspitze haben, wissen wir die Lage einzuschätzen. Topfavorit auf die Meisterschaft ist der TSV Oberboihingen“, sagt Katja Stierle, die mit einer 11:8-Bilanz an der zweiten Position großen Anteil am Gärtringer Höhenflug hatte. Klar ist allerdings auch, dass man dem Tabellenführer am Samstag in der Gärtringer Peter-Rosegger-Halle (Beginn 18 Uhr) nicht kampflos das Feld überlassen möchte. Am vorderen Paarkreuz dürfte es allerdings schwer werden, mit dem Gegner mitzuhalten. Szilvia Kahn, ungarische Meisterin der Damen im Jahre 1987 und Bronzemedaillengewinnerin mit dem Nationalteam bei der Weltmeisterschaft im gleichen Jahr, weist bislang eine 23:0-Bilanz im Einzel auf, ihre Kameradin Lili Takacs (20:3) steht ihr dabei in nichts nach. Deutlich schwächer präsentiert sich beim TSV das hintere Paarkreuz, das den Großteil der Spiele verlor. Nur wenn es den Gärtringerinnen gelingt, ein Doppel zu gewinnen und die Spiele an den hinteren Positionen für sich zu entscheiden, könnte man die Partie offen gestalten.

Eine wichtige Partie im Abstiegskampf der Verbandsklasse steht für die zweite Mannschaft auf dem Programm. Sollte es Sabrina Bossinger und ihrem Team gelingen, den Vorletzten VfL Sindelfingen III (18 Uhr, Sommerhofenhalle) in Schach zu halten, wäre eine gute Basis für die kommenden Spieltage geschaffen. Die Sindelfinger Damen profitierten bislang einzig vom kampflosen Sieg über die TG Biberach, der TTV überraschte hingegen mit einem 7:7 gegen den bis dato verlustpunktfreien TTC Mühringen.

Bei den Bezirksliga-Frauen läuten schon ganz leise die Alarmglocken. Der Aufsteiger kam in den ersten sechs Partien der Saison noch nicht recht weg vom Fleck, einzig das 7:7 gegen die SpVgg Weil der Stadt II gab Hoffnung. Bei einer verschärften Abstiegsregelung in diesem Jahr fällt es der TTV-Vierten von Spieltag zu Spieltag schwerer, an den Klassenerhalt zu glauben. Trübsal wird im Gärtringer Lager dennoch nicht geblasen, gegen den Tabellenzweiten Tischtennis Schönbuch (Samstag, 18 Uhr, Peter-Rosegger-Halle) hat man sowieso nichts zu verlieren.

„Unsere Chancen stehen gleich null, aber wir werden uns dennoch voll reinhauen“, gibt sich Tomislav Konjuh, Kapitän der Verbandsklasse-Männer, vor dem letzten Vorrundenspiel gegen den SC Staig II (Sonntag, 15 Uhr, Peter-Rosegger-Halle) kämpferisch. Ob die Aussichten wirklich so bescheiden sind oder ob da vielleicht noch ein Fünkchen Hoffnung besteht, dem Favoriten Einhalt zu gebieten, hängt von diversen Faktoren ab. Da wäre zum einen die Aufstellung des Gegners, der zur Zeit Dritter ist. Die Staiger präsentierten sich zuletzt als Wundertüte, nachdem sie furios mit vier Siegen in die Saison gestartet waren. Im weiteren Verlauf der Saison gaben sie ein Spiel beim Aufsteiger SV Ettenkirch kampflos ab, was dem abstiegsbedrohten Gegner zwei Punkte einbrachte und der Konkurrenz im Tabellenkeller keineswegs gefiel. Dann unterlagen sie auch noch recht deutlich gegen Reutlingen und Altshausen, was unter anderem daran lag, dass Spitzenspieler Louis Häußler in der Ersten aushelfen musste. Nicht auszuschließen, dass Häußler auch am Sonntag gegen Gärtringen fehlen wird. So oder so wartet auf den TTV um Spitzenspieler Ingo Gotsch ein harter Brocken.

Das Gärtringer Bezirksklasse-Team befindet sich derzeit mit der Böblinger Zweiten punktgleich an der Tabellenspitze. Am vergangenen Wochenende ließen beide Teams überraschend Federn und mussten sich gegen vermeintlich schwächere Teams mit einer Punkteteilung begnügen. Mit einer gehörigen Portion Skepsis geht der TTV in das Gäuderby gegen Tischtennis Mötzingen (Samstag, 18 Uhr, Peter-Rosegger-Halle), wohlwissend, dass die Mötzinger mit einem ausgeglichen stark besetzten Team aufwarten und an einem guten Tag für jede Mannschaft in der Bezirksklasse gefährlich sein können. Optimistisch stimmt hingegen der Aufwärtstrend bei Hans-Peter Werum. Der Gärtringer Aufschlagkönig nähert sich nach einer Schulteroperation immer mehr an seine frühere Form.

Die Männer III haben in der Kreisklasse A-Süd aktuell noch gute Chancen, auf dem Vizemeisterplatz zu überwintern. Voraussetzung hierfür wäre allerdings ein weiterer Erfolg beim Siebten SV Böblingen IV, der mit seinem neuen Spielbetriebsleiter Jürgen Golicki einen fleißigen Punktesammler am mittleren Paarkreuz aufzubieten hat (Samstag, 18 Uhr, Tischtenniszentrum Silberweg).

Jenseits von Gut und Böse befinden sich die Männer IV mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf Rang sechs in der Kreisklasse B-Nord. Der kommende Gegner VfL Sindelfingen IV ist kurioserweise nur einen Platz besser, da er mit 8:0 Punkten noch deutlich weniger Spiele ausgetragen hat. Daniel Decker und seinen Mannen dürfte es recht schwer fallen, in Sindelfingen zu punkten (Samstag, 18 Uhr, Sommerhofenhalle).

Zumindest ein Sieg sollte am Doppelspieltag der Männer V (Kreisklasse B-Süd) herausspringen. Dieser ist gegen den Vorletzten Tischtennis Schönbuch IV (Samstag, 18 Uhr, Peter-Rosegger-Halle) eher wahrscheinlich als beim Zweiten SKV Rutesheim II (Sonntag, 10 Uhr, Theodor-Heuss-Turnhalle).

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