Sechs Männerteams, vier Frauenteams und eine Senioren-Mannschaft – wieder einmal marschierten die Gärtringer Tischtennisteams in großer Anzahl durch die Punktspielrunde. Von Langeweile konnte bei der Jagd auf Punkten in keinem Fall die Rede sein. Die Bilanz fällt recht ausgeglichen aus: Zwei Meisterteams und einem weiteren Aufsteiger standen am Ende drei  Absteiger gegenüber.

Von den vier zuletzt aufgestiegenen Frauenteams  kehrten zwei wieder in die tiefere Klasse zurück - und das Oberligateam sorgte für die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte.

Wer hätte das gedacht? Die erste Frauen-Mannschaft stellte sich im ersten Jahr in der Oberliga auf einen spannenden Kampf um den Klassenerhalt ein – natürlich mit dem Ziel, dem Abstiegsgespenst schnell ein Schnippchen zu schlagen. Dass dieses dann gar nicht erst an der Gärtringer Tür anklopfte, war ein Verdienst einer ausgeglichen stark besetzten Mannschaft, die von Woche zu Woche starke Ergebnisse erzielte. Andrea Schödel war in der Vorrunde zweitbeste Spielerin der Liga, Katja Stierle begeisterte mit einer Gesamtbilanz von 20:2 Spielen am hinteren Paarkreuz, Silvia Kuhnle-Hartmann steigerte sich im Laufe der Saison immer mehr (Rückrundenbilanz 14:7) und auch Sandra Koberstein, Sylke Gärtner, Jennifer Gakstatter und Heike Seyboth hatten großen Anteil am erfolgreichen Abschneiden in Form von Tabellenplatz vier in der Oberliga. Eine Platzierung, mit der vor der Saison wohl keiner rechnen konnte.

Die Frauen II hatten als Aufsteiger in der Verbandsliga einen schweren Stand. Bedingt durch Verletzungen, Krankheiten und andere Gründe musste in Sachen Personal oftmals improvisiert werden und so stellte sich trotz engagierter Auftritte im Verlauf der Saison heraus, dass sich die direkte Rückkehr in die Verbandsklasse nicht vermeiden lassen würde. Spitzenspielerin Jennifer Gakstatter überzeugte in der zweiten Saisonhälfte mit einer 12:7-Bilanz. Allen Widrigkeiten zum Trotz ließ sich die TTV-Zweite den Spaß nicht nehmen. Folgende Spielerinnen bestritten in der Rückrunde drei und mehr Einsätze: Andrea Bamann, Martina Voges, Britta Koch, Christiane Lay, Dorothea Ziegler und Sabrina Hohl.

Auch die 3. Mannschaft stieg im vergangenen Jahr eine Treppenstufe höher und musste sich nun in der Verbandsklasse beweisen. Befand man sich in der Winterpause noch in der gefährdeten Region, konnte mit zwei Siegen und einem Unentschieden zu Beginn der Rückrunde recht schnell aufgeatmet werden. Waren die Gegner oftmals am vorderen Paarkreuz im Vorteil, glich die TTV-Dritte diesen Lapsus mit einem starken hinteren Paarkreuz umgehend wieder aus. Hier spielten sich vor allem Sandra Jörke und Sonja Gotsch in den Vordergrund. Aber auch auf Britta Koch, Christiane Lay, Dorothea Ziegler war in dieser Saison Verlass. Pech hatte Susanne Ott, die auf Grund von Knieproblemen gehandicapt war, sich aber – bis zu ihrer Knie-Operation - stets in den Dienst der Mannschaft stellte. Außerdem spielten Birgit Rinderknecht, Sylvia Bögel und Jutta Abbing für den TTV III.

Als undankbare und zugleich unlösbare Aufgabe stellte sich die Rückkehr der Frauen IV in die Bezirksliga dar, der vierte Aufsteiger im Bunde war schlichtweg überfordert und musste in allen Partien den Kontrahenten den Vorrang lassen: Der guten Stimmung im Team tat dies jedoch keinen Abbruch, zumal man auch im kommenden Jahr weiter in der Bezirksliga spielen wird. Dies allerdings nur deshalb, weil durch die Einführung der Landesklasse (zwischen Landesliga und Bezirksliga) die Teams aus den unteren Ligen nach oben rutschen. Sylvia Bögel gewann immerhin sechs Einzel in dieser Runde, Linda Bengel und Renata Rasink gelangen je drei Erfolge. Außerdem spielten Susanne Ott, Jutta Abbing, Sarah Zimmermann, Anke Krohmer und Doris Gotsch.

Im Vorfeld der Saison stellten sich die Landesliga-Männer auf eine herausfordernde Saison ein – mit dem einzigen Ziel, am Ende „über dem Strich“ zu stehen und somit weder abzusteigen noch in den mühsamen Weg der Relegation gehen zu müssen. Dieses Ziel wurde letztendlich problemlos erreicht, bereits einige Spieltage vor Saisonschluss konnte beim TTV durchgeatmet werden. Mit einem positiven Punktekonto landete der Vorjahresdritte auf dem sechsten Platz, mit dem man angesichts der Personalsituation durchaus zufrieden war. Youngster Tim Holzapfel machte in der Rückrunde mit einer 8:4-Bilanz einen weiteren Schritt nach vorne, er absolvierte auch als einziger alle zwanzig Saisonspiele. In der Rückrunde erspielten sich außerdem Tomislav Konjuh, Lutz Wolkober, Jürgen Bögel und Ullrich Gotsch positive Einzelbilanzen. Des Weiteren gehörten Eberhard Schöffler, Gerd Jäger und Wolfgang Barwig zum erweiterten Stammspielerkreis.

Nicht gerade verheißungsvoll starteten die Männer II in die Bezirksklasse, bei 5:7 Punkten nach sechs Partien galt es primär, sich nach hinten abzusichern. Mit dem 9:5-Erfolg bei der SpVgg Weil der Stadt ging dann allerdings ein Ruck durch die Mannschaft. Dennoch betrug der Rückstand auf Rang zwei zur Winterpause noch beachtliche fünf Zähler. Im neuen Jahr wurde dann zur Aufholjagd geblasen. Mit einer bemerkenswerten zweiten Halbrunde (acht Siege, eine Niederlage) schafften die Mannen um Kapitän Jürgen Bögel tatsächlich noch den Sprung in die Relegation, in der man sich nach zwei nervenaufreibenden Spielen gegen Tischtennis Altburg (9:6) und die SV Böblingen II (8:8) im Nachgang noch für die Bezirksliga (zukünftig Landesklasse) qualifizierte. Für den Aufsteiger spielten in dieser Saison: Jürgen Bögel, Andreas Dannwolf, Michael Gakstatter, Markus Frey, Thomas Fink, Thomas Holzapfel, Hans-Peter Werum, Glenn Frey, Jürgen Lay, Tim Werum und Karl-Heinz Ardelt.

Die Männer III mischten als Aufsteiger vor allem in der ersten Saisonhälfte die Kreisliga mächtig auf, völlig überraschend blickte man in der Winterpause in der Tabelle ganz von oben herab. Das starke vordere Paarkreuz mit Thomas Holzapfel und Hans-Peter Werum hatte dabei großen Anteil am Gärtringer Höhenflug. In der Rückrunde waren diese Spieler – bedingt durch die Einstufung im Tischtennis-Ranking – nicht mehr für die dritte Mannschaft spielberechtigt, sodass man etwas abreissen lassen musste. Dennoch: Rang vier im Endklassement ist aller Ehren wert. Für den TTV absolvierten in dieser Saison drei und mehr Partien: Thomas Holzapfel, Hans-Peter Werum, Martin Scheuerle, Thomas Fink, Jürgen Lay, Tim Werum, Karl-Heinz Ardelt, Andreas Vogel, Michael Breitmeyer, Roland Kopp und Charly Koch.

Die vierte Mannschaft (Kreisklasse A-Süd) hatte bis zum letzten Spieltag an den Klassenerhalt geglaubt, doch in der entscheidenden Kellerpartie gegen die SV Böblingen IV versagten dem TTV die Nerven. Mit einer 5:9-Niederlage rutschte man beim Saisonfinale noch auf den vorletzten Platz, der den Abstieg in die Kreisklasse B besiegelte. Nun bleibt nur noch die Hoffnung auf den Rückzug eines höherklassigen Teams, durch den man vielleicht doch noch in der Liga bleiben könnte. Bester Rückrundenspieler beim TTV war Michael „Mitch“ Urbanek, der nach seiner Meniskus-Operation wieder zu alter Form zurückfand.

9:9 Punkte in der Hinrunde, 7:11 Punkte in der Rückrunde – die fünfte Mannschaft hatte mit dem Abstiegskampf kaum etwas zu tun und kann demzufolge auf eine zufriedenstellende Saison in der Kreisklasse B zurückblicken. Großen Verdienst am guten Abschneiden hatte Rudi Rahm gleich aus zweierlei Gründen: Zum einen erspielte er sich mit 10:6 die beste Rückrundenbilanz des gesamten Gärtringer Teams, zum anderen gelang es dem Kapitän stets, aus dem vorhandenen Kader eine schlagkräftige Formation aufzubieten, die sich jeweils als konkurrenzfähig erwies.

Kaum ein Jahr vergeht, in dem die Gärtringer Oldies um Mannschaftsführer Manfred Gotsch in der Kreisklasse C nicht um den Titel mitspielen. Die Routiniers zeigten auch diesmal der zumeist deutlich jüngeren Konkurrenz die Grenzen auf und sicherten sich mit drei Zählern Vorsprung die dritte Meisterschaft innerhalb der letzten vier Jahre. Patrick Gotsch gehörte mit seiner 9:3-Bilanz am Spitzenpaarkreuz zu den besten Spielern der Liga, auch der unverwüstliche Manfred Gotsch (8:6) erspielte sich abermals eine positive Quote. Zusammen mit Wolfgang Gotsch, dessen Gattin Doris, Hermann Schulze-Schölling und Patrick Fritz waren die Gärtringer auch in diesem Jahr nicht zu stoppen.

Lange Zeit sah es nicht danach aus, als ob Senioren-Abonnementsmeister TTV Gärtringen seinen Titel im Bezirksoberhaus erfolgreich verteidigen könnte, immerhin lag man zwei Spieltage vor Schluss vier Zähler hinter Tabellenprimus VfL Herrenberg zurück. Doch die Aufholjagd war von Erfolg gekrönt, zum achten Mal in Serie holten sich die Gärtringer Senioren den Titel in der Bezirksklasse. Eberhard Schöffler gehörte mit einer 8:2-Bilanz in den Einzeln am vorderen Paarkreuz wieder einmal zu den besten Akteuren der Liga, zudem blieb er mit seinen Partnern Jürgen Bögel und Thomas Holzapfel im Doppel ungeschlagen. Beide Doppelpartner gehörten mit ihren deutlich positiven Einzelquoten (Holzapfel 9:3, Bögel 4:1) zu den weiteren Leistungsträgern im Team. Außerdem kamen in dieser Saison zum Einsatz: Lutz Wolkober, Katja Stierle, Markus Frey, Sylke Gärtner, Jürgen Lay, Heike Seyboth, Karl-Heinz Ardelt, Andreas Vogel und Roland Kopp.


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