Nicht einmal kühnste Optimisten hätten gedacht, dass die Gärtringer U18-Mädchen in dieser Saison den Durchmarsch von der Landesliga in die Verbandsklasse schaffen würden. Doch das trainingsfleißige und gut harmonierende Nachwuchsteam des TSV Gärtringen überraschte ein ums andere Mal und holte am vergangenen Freitag zum großen Coup aus: Am letzten Spieltag bejubelten Julia Bengel, Madlen Ulmer, Alina Frey und Sandra Schmidt (Foto, von links) nach einem 6:1 gegen Titelkonkurrent VfB Cresbach-Waldachtal die Meisterschaft.

Die Kleinste aus dem Meisterteam war in dieser Saison die Größte: Mit ihren elf Jahren sorgte Markus Frey’s Tochter Alina ein ums andere Mal für Kopfschütteln bei der Konkurrenz: Ohne eine Niederlage im Einzel (Saisonbilanz 26:0), davon ohne Satzverlust in der Rückrunde, war Alina Frey die mit Abstand beste Spielerin der Landesliga. Einen großen Leistungsschub erfuhr zuletzt auch Sandra Schmidt, die sich in der zweiten Saisonhälfte am vorderen Paarkreuz mit den besten der Liga messen durfte und mit einer ausgeglichenen Bilanz die Erwartungen deutlich übertraf. Madlen Ulmer und Julia Bengel spielten an Position drei und vier solide auf und stellten mit 17:4 Spielen in der Rückrunde das beste hintere Paarkreuz. Markus Frey: „Die Ausgeglichenheit im Team war ein weiterer Trumpf. Wenn es mal bei einer Spielerin nicht so gut lief, konnte man sich auf die Kameradinnen verlassen.“ So sicherte sich der TSV, der in letzten beiden Jahren in 26 Partien nur eine Niederlage einstecken musste, in souveräner Manier die Landesliga-Meisterschaft.
Da Madlen Ulmer und Julia Bengel altersbedingt zu den Erwachsenen wechseln, wird das Team personelle Änderungen erfahren. Man darf gespannt sein, wie sich der weibliche Tischtennis-Nachwuchs des TSV in der kommenden Saison in der höchsten Spielklasse des Verbands präsentieren wird.