Am 17. September geht der TTV Gärtringen mit seinen Mannschaften ins Rennen um Meisterschaften und Nichtabstiege. In der Saison 2016/2017 nimmt der TTV mit elf Erwachsenenteams und sechs Jugend-Mannschaften den Punktspielbetrieb auf und gehört damit weiterhin zu den größten Vereinen im Verbandsgebiet, dem aktuell etwa 760 Vereine angehören. Besonders positiv: Im Jugendbereich konnte nach einigen Jahren der Abstinenz wieder eine Mädchen-Mannschaft für den Spielbetrieb gemeldet werden.

Mit dem Heimspiel am 24. September gegen den Vorjahresdritten TTC Frickenhausen beginnt für die Frauen I des TTV Gärtringen das Abenteuer Oberliga. Erstmals in der Geschichte des Gärtringer Tischtennissports schmettert eine Mannschaft in einer Spielklasse auf Bundesebene um Punkte, die Oberliga ist – von oben betrachtet – die fünfte Liga. Dementsprechend zählt für die Gärtringer Routiniers Andrea Schödel, Sandra Koberstein, Katja Stierle, Silvia Kuhnle-Hartmann, Rückkehrerin Sylke Gärtner und Heike Seyboth nur der Klassenerhalt – der nach Ansicht der Spielerinnen bei optimalem Saisonverlauf als durchaus realistisch erscheint.

Einen weiteren Aufstieg in einem triumphalen Jahr realisierte die zweite Mannschaft, die – ebenfalls erstmals – in der Verbandsliga, der höchsten Spielklasse auf Verbandsebene, ins Rennen geht und folglich ebenso hofft, die notwendigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzusammeln. Jennifer Gakstatter steht an der Spitzenposition, des Weiteren gehören Andrea Bamann, Dorothea Ziegler, Britta Koch und Sabrina Hohl zum Stamm. Zudem hofft man auf den einen oder anderen Einsatz der oberliga-erfahrenen Martina Voges, die zuletzt aus gesundheitlichen Gründen allerdings nicht einsatzfähig war. Die TTV-Zweite startet erst am 9. Oktober beim Heimspiel gegen den TSV Eningen in die neue Spielzeit, danach geht es unter anderem mit drei Doppelspieltagen aber Schlag auf Schlag weiter.

Die beiden Samstage am 16. Oktober und 5. November sollten sich die Spielerinnen der Frauen III im Kalender dick anstreichen, wird doch allein an diesen beiden Tagen mit insgesamt vier Auswärtsspielen mehr als die Hälfte der Hinrunde absolviert. „Das ist ansonsten eine richtig große Fahrerei“, sagt Sandra Jörke, die hofft, dass sie und ihre Teamkolleginnen Christiane Lay, Sonja Gotsch, Susanne Ott und Birgit Rinderknecht dann eine gute Tagesform aufweisen können. Ansonsten gilt für die dritte Mannschaft genau das Gleiche wie für die anderen Frauenteams, die allesamt in diesem Jahr aufgestiegen sind: Einzig und allein der Klassenerhalt ist das Maß aller Dinge.

Die vierte Mannschaft ist ganz froh, dass sie als letztjähriger Meister den Sprung aus den Niederungen der Bezirksklasse geschafft hat. Klappte es in der Saison 2014/2015 nicht so recht mit dem Erhalt in der Bezirksliga, will Kapitän Sylvia Bögel nun versuchen, mit einem konkurrenzfähigen Team den direkten Wiederabstieg zu vermeiden. Jutta Abbing, Sarah Zimmermann, Linda Bengel und Anke Krohmer wollen ihr dabei helfen.

Wohl selten gingen in der Tischtennisszene die Meinungen so weit auseinander wie bei der Einordnung der Gärtringer Landesliga-Männer für die kommende Spielzeit. Während Außenstehende die TTV-Erste durchaus auf den vorderen Rängen sehen, ist man bei den Protagonisten selbst insgeheim froh, wenn es zu einem gesicherten Mittelfeldplatz reicht. Dies aus dem einfachen Grund: Insgesamt stellen die Gärtringer einen stark besetzten Kader, doch nicht immer werden auch alle erfahrenen Spieler zum Einsatz kommen. Der frischgebackene Vater Tomislav Konjuh agiert ebenso also Teilzeitkraft wie seine Teamkollegen Gerd Jäger und Eberhard Schöffler. Im Normalfall regelmäßig zur Verfügung stehen Tim Holzapfel, Wolfgang Barwig, Rückkehrer Ullrich Gotsch, Lutz Wolkober und Jürgen Bögel. Am 24. September ist eine gute Frühform angesagt, beim personell gebeutelten Aufsteiger TTC Mühringen II sollen gleich zum Auftakt die ersten Punkte eingefahren werden.

Die Männer II bekamen in der vergangenen Spielzeit in der Bezirksliga keinen Fuß auf den Boden, nach einer einjährigen Odyssee spielt man nun wieder im Bezirksoberhaus. Wo man mit dem aktuellen Kader sicherlich auch hingehört. An den Gewinn der Meisterschaft ist angesichts spielstarker Konkurrenz (vor allem aus Weil der Stadt und Kuppingen) in diesem Jahr sicherlich nicht zu denken. Mit Jürgen Bögel, Andreas Dannwolf, Michael Gakstatter, Markus Frey, Thomas Fink, Hans-Peter Werum, Martin Scheuerle, Glenn Frey und Tim Werum will man dennoch eine respektable Platzierung erreichen.

Die dritte Mannschaft begibt sich ab September in das Abenteuer Kreisliga. Nach einer starken Saison in der Kreisklasse A, die den Titelgewinn zur Folge hatte, geht es nun primär darum, in der zweithöchsten Spielklasse auf Bezirksebene die notwendigen Zähler im Kampf für den Klassenerhalt einzuheimsen. Kapitän Karl-Heinz Ardelt kann hierbei unter anderem auf die Unterstützung von Thomas Holzapfel, Hans-Peter Werum, Martin Scheuerle, Jürgen Lay, Andreas Vogel, Michael Breitmeyer, Roland Kopp, Oliver Pfister und Charly Koch zählen.

In der Vorsaison noch in der Kreisklasse B aktiv und am Ende Tabellenvierter, nutzten unsere Männer IV die Gunst der Stunde und füllten einen freien Platz in der nächsthöheren Liga aus. Die Saison 2016/2017 in der A-Klasse dürfte sich für die Mannen um Kapitän Daniel Decker als echte Herausforderung herausstellen. Dennoch soll das Unternehmen Nichtabstieg bei entsprechendem Engagement und dem möglichst häufigen Zugriff auf das Stammpersonal nicht zum aussichtslosen Unterfangen werden. Klarer Titelfavorit ist die SKV Rutesheim.

Auch die fünfte Mannschaft hätte die Chance gehabt, nachträglich noch auf den Zug in die nächsthöhere Liga aufzuspringen, doch Spielführer Rudi Rahm sah dies nach Rücksprache mit seinen Teamkollegen als keine optimale Lösung an. Lieber spielt man mit dem vorhandenen Personal weiter mit großem Spaß in der Kreisklasse B als sich in der A-Klasse zum Fallobst zu entwickeln.

Die sechste Mannschaft um die erfahrenen Gotsch-Brüder Manfred und Wolfgang sind in diesem Kalenderjahr noch ungeschlagen, in eindrucksvoller Manier wurde bei acht Siegen durch die Rückrunde der vergangenen Saison marschiert. Nun haben sich die TTV-Routiniers zum Ziel gesetzt, diese Siegesserie auch saisonübergreifend nicht so schnell abreißen zu lassen. Man darf gespannt sein, ob es den Gärtringern gelingt, auch diesmal wieder vorne mitzuspielen.

Die über 40-jährigen des TTV dominieren seit Jahren das Geschehen in der Bezirksklasse der Senioren. Wenn es nach Kapitän Eberhard Schöffler geht, soll sich an dieser Situation bis auf weiteres nichts ändern. Doch die Konkurrenz wird immer stärker, wenngleich die Liga bezogen auf die Anzahl der Mannschaften eher kleiner wird. Mit dem VfL Herrenberg und der SpVgg Weil der Stadt dürfte diesmal ebenfalls wieder zu rechnen sein, so dass Eberhard Schöffler gerade in diesen Toppartien versuchen muss, eine schlagkräftige Aufstellung zu organisieren. Insgesamt sind in diesem Jahr 51 (!) TTV-Mitglieder im Seniorenbereich spielberechtigt.


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